﻿Die Admin-Tools sind versteckte Wartungsfunktionen für die Datenbankpflege. Sie sind nicht im Hauptmenü sichtbar, sondern werden über eine versteckte Tastenkombination aufgerufen.

Öffnen: Strg+Umschalt+Alt+A
Ein Kontextmenü erscheint mit fünf Einträgen: zwei zum Ergänzen fehlender Tags und drei für verwaiste Bibliothekseinträge.

1. Tags ergänzen (vollständig leer):
Ergänzt fehlende Tags nur bei Titeln, bei denen ALLE fünf Felder (Titel, Interpret, Album, Genre, Jahr) leer sind. Titel mit mindestens einem eingetragenen Wert werden nicht berührt.

2. Tags ergänzen (granular):
Ergänzt nur die jeweils leeren Felder einzeln. Ein Titel mit vorhandenem Interpreten, aber fehlendem Albumfeld, erhält nur das fehlende Album übernommen. Vorhandene Werte bleiben immer erhalten.

Ablauf:
Nach Auswahl eines der beiden Einträge fragt RemotePLE nach dem lokalen Pfad der Datei-Kopie des Servers (z.B. E:\). Über diesen Pfad werden die Original-Audiodateien gefunden, aus denen die Tags gelesen werden.

RemotePLE durchsucht daraufhin die Datenbank und liest gleichzeitig die Datei-Tags ein (Phase 1). Anschließend wird die Anzahl der zu ergänzenden Einträge angesagt und eine Bestätigung abgefragt. Erst nach Zustimmung werden die Werte in die Datenbank geschrieben (Phase 2).

Der Fortschritt wird durch einen Fortschrittsbalken und periodische Sprachausgabe angezeigt. Die Verarbeitung läuft im Hintergrund und blockiert das Programm nicht.

Abbrechen: Escape bricht die Verarbeitung nach dem aktuellen Eintrag ab.

Hinweis:
Die Admin-Tools lesen Tags aus den fünf Feldern Titel, Interpret, Album, Genre und Jahr. Alle Änderungen werden in der Protokolldatei (RemotePLE.log) festgehalten, sodass nachvollzogen werden kann, welche Werte gesetzt wurden.

Verwaiste Bibliothekseinträge:

Ein verwaister Eintrag ist ein Titel, der in der RadioBOSS-Bibliothek steht, dessen Datei aber nicht mehr auf dem Server liegt. Die drei folgenden Menüpunkte finden solche Einträge und räumen sie auf. Sie arbeiten ausschließlich in der Datenbank und löschen niemals eine Audiodatei.

3. Verwaiste Einträge suchen und markieren:

Prüft alle gültigen Einträge und setzt jene, deren Datei fehlt, auf ungültig. Dieser Schritt ist umkehrbar, gelöscht wird nichts. RemotePLE fragt dabei jedes Verzeichnis nur einmal beim Server ab statt jede Datei einzeln; auch große Bibliotheken sind so in wenigen Minuten geprüft.

Jeder Lauf schreibt einen Bericht als Textdatei in das Verzeichnis Backups neben dem Programm. Er führt jeden betroffenen Titel mit Pfad und Grund auf und nennt am Ende die Zahlen. Lesen Sie ihn, bevor Sie im nächsten Schritt löschen.

4. Verwaiste Einträge prüfen und löschen:

Prüft alle als ungültig markierten Einträge erneut und zeigt das Ergebnis in einer Liste zum Ankreuzen. Angekreuzt sind zunächst die Einträge, deren Datei weiterhin fehlt. Die Schaltfläche Löschen entfernt nur diese aus der Datenbank, die Schaltfläche Zurückholen setzt wieder gefundene Einträge auf gültig. Beide wirken nur auf angekreuzte Zeilen mit dem jeweils passenden Zustand und sagen hinterher, wie viele Zeilen sie unverändert gelassen haben. Vor dem Löschen erscheinen eine gesprochene Warnung und eine Sicherheitsabfrage. Eine Schaltfläche, für die die Liste keine passende Zeile enthält, ist abgeschaltet und wird beim Durchtabben übersprungen; die Ansage beim Öffnen nennt deshalb beide Zahlen.

5. Einträge eines Verzeichnisses zurückholen:

Fragt nach einem Verzeichnis auf dem Server und prüft nur die ungültigen Einträge darunter. Angekreuzt sind hier die wieder gefundenen Einträge, also genau jene, auf die die Schaltfläche Zurückholen wirkt. Nützlich, wenn Sie Dateien wieder auf den Server gelegt haben.

Schutz vor Fehlalarm:

Vor jedem Lauf werden alle Wurzelpfade geprüft; ist einer nicht erreichbar, beginnt der Lauf gar nicht erst. Bricht die Verbindung mitten im Lauf ab, wird nichts geschrieben. Lässt sich ein Verzeichnis nicht auflisten, sucht RemotePLE es zunächst mit abweichender Groß- und Kleinschreibung: Die Datenbank stammt von einem Windows-Rechner, der Server unterscheidet dagegen meist zwischen großen und kleinen Buchstaben. Erst wenn auch das scheitert, gilt das Verzeichnis als gelöscht, und es erscheint eigens im Bericht.

Beim Löschen werden alle Zeilen des Titels entfernt: die Bibliothekszuordnungen, die Tag-Zeile und der Titel selbst. Die Audiodatei bleibt in jedem Fall unangetastet. Escape bricht die Prüfung ab, solange sie läuft. Das Schreiben selbst, also Löschen und Zurückholen, läuft dagegen durch; solange es läuft, sind die Schaltflächen und das Schließen des Fensters gesperrt.
